Interfakultäre Koordinationsstelle für Allgemeine Ökologie (IKAÖ) |

Ein inter- oder transdisziplinäres Vorgehen ist immer dann angebracht, wenn sich Fragen oder Probleme nicht angemessen innerhalb disziplinärer Grenzen angehen lassen. Inter- und transdisziplinäres Arbeiten stellt aber hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Damit inter- und transdisziplinäre Projekte erfolgreich verlaufen und einen Mehrwert erbringen können, ist auch ein spezifisches, an diesen Anforderungen orientiertes Management erforderlich. Inter- und transdisziplinäre Projekte sind häufig mit grossen Problemen konfrontiert. Den beteiligten Personen fehlen die für inter- und transdisziplinäres Arbeiten notwendigen Voraussetzungen und es mangelt ihnen am nötigen Wissen und Können, um die entsprechenden Prozesse gestalten zu können ('Handwerk').
Eine Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen aus verschiedensten Disziplinen beschäftigt sich mit dem Begriff der Inter- und Transdisziplinarität, mit der Frage nach den Möglichkeiten, Grenzen und Bedingungen interdisziplinären Studierens, mit der Realisierung inter- und transdisziplinärer Kooperationen in Forschung oder Lehre sowie mit den vielfältigen damit einhergehenden Problemen. Die meisten dieser Arbeiten befassen sich aber in erster Linie mit der Forschung oder der Lehre, mit der Theorie oder der Praxis, nur mit Einzelfällen oder nur mit einzelnen Aspekten inter- oder transdisziplinärer Prozesse. Zudem bleibt das primäre Ziel solcher Arbeiten zumeist auf Analyse und Erkenntnisgewinn beschränkt.
Das primäre Ziel der Forschungsgruppe Inter-/Transdisziplinarität der IKAÖ besteht darin, zur Verbesserung inter- und transdisziplinärer Prozesse beizutragen. Deshalb nimmt sie eine gesamtheitliche Perspektive ein und versucht, Theorie und Praxis zu verbinden, den Bogen von der Forschung bis zur Lehre zu schlagen und möglichst sämtliche Aspekte inter- und transdisziplinären Arbeitens in den Blick zu nehmen. Der Fokus der Forschungsgruppe liegt auf Fragen wie den folgenden:
Die Forschungsgruppe Inter-/Transdisziplinarität betätigt sich in der Forschung, in der Aus- und Weiterbildung sowie im Forschungsmanagement und ist beratend tätig. Ihre in den letzten Jahren aufgebaute Bibliographie zu Fragen der Inter- und Transdisziplinarität steht auf dem Netz zur Verfügung.
Eine inter- und transdisziplinäre Vorgehensweise ist in der Allgemeinen Ökologie unabdingbar: Themen und Fragen der Allgemeinen Ökologie können nur angemessen bearbeitet werden, wenn eine gesamtheitliche Sicht auf das untersuchte Phänomen eingenommen wird, wenn verschiedene disziplinäre Theorien und Methoden in einer Synthese zusammengeführt werden. Je nach Ziel und Fragestellung ist es überdies notwendig, Personen von ausserhalb des Wissenschaftssystems in die Bearbeitung einzubeziehen. Inter- und Transdisziplinarität spielen dementsprechend eine grosse Rolle an der IKAÖ: Die Forschungsprojekte sind in aller Regel inter- oder transdisziplinär. Eine wesentliche Kompetenz, die die Studierenden in Allgemeiner Ökologie erwerben sollen, ist die Befähigung zur interdisziplinären Arbeit. Im Rahmen ihrer Tätigkeiten leistet die Forschungsgruppe Inter-/Transdisziplinrität Beiträge zum inter- und transdisziplinären Diskurs an der IKAÖ, beteiligt sich an der Lehre in Allgemeiner Ökologie und am Management von Forschungsprojekten der IKAÖ und steht Projekten der IKAÖ beratend zur Verfügung.
Poster Forschungsgruppe (PDF, 3.7 MB)
Die Forschungsgruppe Inter-/Transdisziplinarität engagiert sich im Forschungsmanagement, berät inter- und transdisziplinäre Projekte und Projektverbünde und führt Weiterbildungskurse für Managementverantwortliche durch.
Die Forschungsgruppe Inter-/Transdisziplinarität nimmt Lehraufträge für Veranstaltungen wahr, die Studierende zu inter- und transdisziplinärem Arbeiten befähigen sollen – z.B. in Lüneburg:
Derzeitige Mitglieder:
Fürspr. Rico Defila (IKAÖ),
Dr. Antonietta Di Giulio (IKAÖ),
Andrea Mordasini (IKAÖ),
Dr. Michael Scheuermann (Universität Freiburg i.Br.)
Ehemalige Mitglieder:
PD Dr. Philippe Balsiger (heute Universität Erlangen-Nürnberg), Marusa Dolanc (heute Erziehungsberatung des Kantons Bern), Matthias Drilling (heute Fachhochschule für Soziale Arbeit beider Basel), Christian Maurer (derzeit Forschungsaufenthalt in Glasgow)
Dr. Antonietta Di Giulio
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